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Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: AM und Chemie im Fokus

Die rapid.tech 3D gehört zu den wenigen Veranstaltungen, die dem Additive Manufacturing (AM) in der chemischen Industrie sowie dem Anlagenbau für diese Branche eine Bühne geben. 2025 steht das Thema zum dritten Mal in Folge auf der Agenda. Das Forum Chemie & Verfahrenstechnik findet am 14. Mai statt. Kooperationspartner ist erneut die DECHEMA, das Netzwerk für chemische Technik und Biotechnologie in Deutschland.

Thematisch ins Schwarze getroffen

„Die Resonanz auf die bisherigen Fachforen zeigt, dass wir mit dem Themenfeld ins Schwarze getroffen haben. Die Teilnehmenden aus dem Chemiebereich schätzen den Blick über den Tellerrand und den intensiven Austausch mit der AM-Community in Erfurt. Wir freuen uns, dass wir mit der DECHEMA einen kompetenten Kooperationspartner an der Seite haben, der auch das diesjährige Fachforum unterstützt“, sagt Dr. Özlem Weiss, Geschäftsführerin der Expertants GmbH. Die promovierte Chemikerin hat das Forum initiiert und bereitet als Mitglied des rapid.tech 3D-Fachbeirates die nunmehr dritte Auflage inhaltlich vor. „Nachdem wir zum Auftakt einen Überblick über die additive Fertigung in der chemischen Prozesstechnik gegeben und im Vorjahr die Themen dann schon geclustert haben, widmet sich ein Großteil des diesjährigen Forums der Entwicklung und wirtschaftlichen Anwendung zertifizierter kritischer metallischer AM-Bauteile in Chemieanlagen. Ebenso wenden wir uns einem neuen Bereich zu und stellen Beispiele vor, wie die Pharmaindustrie die additive Fertigung nutzt. Darüber hinaus geht es um neue Anwendungen aus Keramik- und Polymerwerkstoffen“, gibt Dr. Weiss einen thematischen Überblick.

AM-Komponenten für Hochleistungs-Wärmetauscher im Wasserstoffbereich

Ein Vorreiter für die Fertigung zertifizierter kritischer Metall-AM-Komponenten ist der Pumpenhersteller KSB. Stephan Braun, Business Development Manager Additive Manufacturing bei KSB, und Ruben Steinhoff, Entwicklungsingenieur bei FUNKE Wärmeaustauscher Apparatebau, berichten in ihrem Tandemvortrag über die Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Hochdruck-Wärmetauschers für Wasserstofftankstellen, einer wichtigen druckführenden Komponente zur Vorkühlung des Wasserstoffs. Der Einsatz additiver Fertigungstechnologie erlaubt zusätzliche geometrische Freiheiten bei der Gestaltung des Wärmetauschers und trägt zur kompakten und leichten Bauweise bei. Ein modularer Aufbau erlaubt die Skalierung des Gerätes und eine Anpassung auf vorhandenem Bauraum. Der Vortrag zeigt zudem die Herausforderungen und Lösungen bei der Umsetzung von geltenden Vorschriften und Richtlinien, wie z. B. der Druckgeräterichtlinie, auf.

Die Vorteile von additiv gefertigten Wärmeübertragern in anspruchsvollen Anwendungen wie der Verfahrenstechnik und die Herausforderungen bei der Zulassung im Kontext der Druckgeräterichtlinie behandelt auch der Vortrag von Philipp SchwarzBusiness Development Manager bei Rosswag. Er beleuchtet u. a. die gemeinsame Entwicklung von ultrakompakten Hochleistungs-Wärmetauscher-Modulen mit Hülsenbusch Apparatebau. Das Unternehmen fertigt damit Anlagen für die Wasserstofferzeugung und -nutzung.

AM etabliert sich in der Pharmaindustrie

Die additive Fertigung etabliert sich zunehmend als Schlüsseltechnologie in der Pharmaindustrie, indem sie individualisierte und präzise Lösungen für anspruchsvolle Produktionsprozesse ermöglicht. Prof. Dr. Friedrich Bähr, Inhaber von BaehrCon, und Raphael Schatton, Leiter New Technologies & Innovation in der Abteilung Manufacturing Science & Technology (MSAT) bei Sanofi-Aventis Deutschland, stellen in ihrem gemeinsamen Vortrag spezifische Anwendungsfälle vor. Dazu gehören die Entwicklung von Montagevorrichtungen für Reinräume und hochpräzise Systeme für das Spritzenhandling in der Serienproduktion. Sie beleuchten vor allem die besonderen Herausforderungen der Pharmaindustrie wie die Einhaltung von Reinraumklassen sowie Anforderungen an die Materialien wie Sterilisierbarkeit, Chemikalienresistenz, Abriebfestigkeit und regulatorische Zertifizierungen.

3D-Druck für keramische Membranreaktoren

Der 3D-Druck von Keramik für Membranreaktoren steht im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Dieter Nikolay geschäftsführender Gesellschafter der WZR ceramic solutions. Diese Reaktoren erlauben es, industrielle Prozesse ohne Erdöl und Erdgas ablaufen zu lassen. Wo heute noch Raffinerien Stand der Technik sind, könnten Membranreaktoren Grundstoffe wie Ethylen herstellen oder aus Kohlendioxid und Wasserstoff Synthesegas erzeugen. WZR verfolgt das Ziel, keramische Membranen und Katalysatoren für solche Reaktoren herzustellen. Der 3D-Druck von Funktionskeramik spielt dabei eine große Rolle.

3D-Druck-Pionier zeigt Herausforderungen beim AM-Transfer auf

Die Herausforderungen beim AM-Transfer sind das Thema von Philipp Süß, Gründer und Inhaber des Ingenieurbüros Süß & Friends. Die Expertengruppe sorgt mit Ingenieurdienstleistungen, Praxiswissen und einer kollaborativen Arbeitsweise für eine erfolgreiche Anwendung der additiven Fertigung bei ihren Kunden, darunter auch in der Labor- und Chemieindustrie. Das 2017 gegründete Ingenieurbüro hat bereits auf der rapid.tech 3D für Aufmerksamkeit gesorgt. 2021 gewannen Süß & Friends die 3D Pioneers Challenge in der Kategorie Digital mit dem Projekt „The Brush“, einer in nur einem Produktionsschritt additiv hergestellten Bürste zur Reinigung technischer Anlagen.

Präzision auf atomarer Ebene erreichen

Die nächste Stufe der Fertigungstechnologie zu erschließen und bei der Herstellung und Montage fortschrittlicher Materialien und Komponenten Präzision auf atomarer Ebene zu erreichen, ist Ziel des dänischen Unternehmens Atlant 3D. Es stellt in Erfurt das Herzstück seiner DALP-Technologie vor – einen proprietären mikrochemischen Reaktor, eine Innovation, die nach eigenen Angaben die Atomlagenabscheidung revolutioniert. Atlant 3D strebt den Aufbau einer atomar präzisen Fertigungstechnologie und Infrastruktur für Mikro- und Nanoelektronik, Optik und Photonik auf der Erde und darüber hinaus an.

Fachkongress offeriert weitere aktuelle AM-Entwicklungen und -Anwendungen

Neben dem Fachforum Chemie & Verfahrenstechnik offerieren weitere Foren des rapid.tech 3D-Fachkongresses Einblicke in neueste AM-Entwicklungen und -Anwendungen. Am ersten Tag laden dazu das VDMA-Forum AM4industry, das Forum Aerospace sowie das qualitätsgeprüfte Wissenschaftsforum ein. Am zweiten Tag stehen neben dem Forum Chemie & Verfahrenstechnik die Foren Elektronik & Komponenten sowie Mobilität auf dem Programm. Energietechnik & Wasserstoff, Software, KI & Design sowie Innovation in AM sind die Foren des Abschlusstages.

Präsentationen und Austausch bei Ausstellern, Deep Dives Touren sowie an Expert Tables

Produkt- und Leistungsdemonstrationen sowie der Austausch in kleinen Gruppen stehen im Mittelpunkt in Halle 2 – individuell an den Ständen der Aussteller oder aber geführt bei Technical Deep Dives Touren, bei Expert Tables sowie beim AM Science Poster Slam direkt in der Halle.

Inspirationen für völlig neue Anwendungen additiver und digitaler Technologien liefert außerdem die 3D Pioneers Challenge. Der internationale Wettbewerb kommt in diesem Jahr zum zehnten Mal auf die rapid.tech 3D. Die Jubiläumsschau eröffnet allen bisherigen Finalisten und Gewinnern die Chance, sich erneut dem Jury-Urteil zu stellen und so zum „Pioneer of the Decade“ zu werden.

Quantum Photonics parallel zur rapid.tech 3D

Parallel zur rapid.tech 3D vom 13. bis 15. Mai 2025 lädt am 13./14. Mai 2025 erstmals die Quantum Photonics ein. Sie richtet sich an Forscher, Entwickler und Ingenieure, u. a. aus den Bereichen Computing, Communication, Imaging und Sensorik sowie den zugehörigen Anwendungsbranchen wie Medizin, Biowissenschaften, Chemie, Mobilität und Finanzwesen. Die Technologie- und Anwendungsfelder von Additive Manufacturing und Quantentechnologien bieten zahlreiche Schnittstellen und Verknüpfungen, aus denen beide Seiten Synergien generieren können.

Über die rapid.tech 3D:

Die rapid.tech 3D hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer führenden AM-Fachveranstaltung in Mitteleuropa entwickelt – mit dem Fachkongress als Herzstück.

Mehr unter: www.rapidtech-3d.de

Über die Messe Erfurt GmbH

Als größter Messe- und Kongressstandort in der Mitte Deutschlands hat sich die Messe Erfurt als Forum für Unternehmen, Wissenschaftler, Mediziner, Gewerkschaften und viele weitere Institutionen etabliert. Jährlich finden hier mehr als 220 Veranstaltungen, Kongresse und Tagungen, Messen und Ausstellungen, Firmenevents und Konzerte mit über 650.000 Besuchern statt.

Mehr unter: www.messe-erfurt.de

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